Mark Scheibe
kam 1968 zur Welt und entdeckte nach einer beschwerlichen Grundschulzeit mit 13 Jahren (Pubertät) zugleich die Sexualität und die Musik. Das ist der Grund für die sinnliche Ausrichtung seiner "Arbeit" und den stets triebhaften Ansatz.
Dem Studium des Klavierspiels setzte er noch die Beschäftigung mit Komposition hinzu. Die bisweilen finstere Berufsrealität zeigte sich, als Mark Scheibe 20jährig durch Hotelbars reiste, um allabendlich am Flügel die Themen Einsamkeit und Alkoholismus auszuloten.
Besser ging es ihm als Balletrepititor am Bremer Theater bei Tanzteufel Hans Kresnik. Der nahm ihn mit an die Berliner Volksbühne. In Berlin merkte Herr Scheibe, daß Klavierspielen und Komponistentum (Denkerpose) nicht ausreichten, um das von wahllosem Konsum unsensibel gewordene Hauptstadtpublikum zu faszinieren. Er begann, zu seinem Klavierspiel zu singen und auch währenddessen zu sprechen. (Eine im Hotelbarwesen unerläßliche Fähigkeit, selbst während anspruchsvoller pianistischer Darbietung mit Gästen leichte Gespräche zu führen.)
Es folgten Engagements als Conferencier im Hamburger Schmidt-Theater, im Berliner Variete Chamäleon und vielen anderen Häusern. Die Deutsche Kammerphilharmonie führte Kompositionen von Mark Scheibe auf, der mittlerweile auch etliche Filmmusiken geschrieben hatte sowie ein Hörspiel und an die 30 Theaterproduktionen als Komponist und Texter hinter sich gebracht hatte. 2002 wurde er vom damaligen Chefredakteur zum NDR-Fernsehen in die Satiresendung "extra3" gerufen, in der ein Jahr lang wöchentlich zusammen mit Jörg Thadeusz auftrat.
Im Anschluß drehte Herr Scheibe, der sich mittlerweile wegen des großen Respekts, der ihm zuteil wurde, selbst siezte, 40 Musikvideoclips nach eigenen Songs für den Fernsehsender Radio Bremen. Daß er zeitgleich im Berliner Ensemble in Inszenierungen von Regisseuren wie Claus Peymann und Leander Haußmann arbeitete, schürte seinen Größenwahn umso mehr. Selbst eine Psychotherapie konnte keine Abhilfe schaffen.
Heute ist Herr Scheibe vor Allem mit seinen Liedern unterwegs. Außerdem schreibt er Orchesterarrangements für andere Künstler (zum Beispiel für Tele und Tiger-Hifi) und spielt mit seiner heißen Band regelmäßig im Montagsclub in Berlin. In Bremen arbeitet er in einem einzigartigen Bildungsunterfangen: zusammen mit Schülern und Orchestermusiken entsteht eine einzigartige Show: Die Melodie des Lebens, viermal im Jahr.